Solar

Um einige Tage unabhängig von den Stromanschlüssen auf Campingplätzen unterwegs sein zu können, stand die nachträgliche Montage einer Solaranlage auf unserer Wunschliste. Diese wollten wir direkt bei Campmobil einbauen lassen. Die Kontaktaufnahme mit dem Aufbauhersteller ergab, dass eine Nachrüstung möglich ist, allerdings zu einem höheren Preis als bei der Erstausstattung, da der Zeitaufwand eines nachträglichen Einbaus höher ist. Bei Neufahrzeugen wird die Solaranlage montiert, wenn sich das Dach noch nicht auf das Fahrzeug befindet, was natürlich deutlich einfacher ist.

Generell verwendet man bei Campmobil sehr hochwertige, aber auch teure Komponenten. So werden beispielsweise Seewasserfeste Panels der Firma Solara verwendet.

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Reifen, Felgen und Fahrwerk

Gleich nach dem Kauf waren eine Reihe kleinerer Reparaturen und Verbesserungen geplant.

Die erste Punkte auf meiner Liste erwies sich in der Umsetzung schwieriger als erwartet: Das Fahrzeug war aktuell mit Winterrädern auf Stahlfelgen ausgestattet. Die notwendigen Sommerreifen wollte ich auf Alufelgen aufziehen lassen. Allerdings waren für das 17 Zoll Fahrwerk und Reifen, mit einem Lastindex von 820 Kg, kaum passende Pneus zu finden. Der Fachhändler, bei dem ich Reifen und Felgen bestellen wollte, recherchierte eine gute halbe Stunde, um mir am Ende zwei mögliche Fabrikate zur Wahl zu stellen. Das Problem bestand darin: Bei einer Auflastung des Busses auf 3200 kg benötigt man bereits Transporterreifen. Komfortabel abgestimmte Reifen für PKW findet man in dieser Gewichtsklasse kaum.

Als die Reifen geliefert und montiert waren, erlebte ich eine unangenehme Überraschung. Ich hatte ständig das Gefühl, auf einer Wellblechpiste unterwegs zu sein. Laut der Reifendruckangabe im Türholm sollten die Reifen mit 4 Bar gefüllt werden. Für die Winterreifen schien das auch der optimale Luftdruck zu sein. Die Sommerreifen reagierten hingegen völlig anders. Als ich den Reifenhersteller wegen dieses seltsamen Fahrverhaltens kontaktierte, bat man mich um die Daten des Fahrzeugscheins, um den korrekten Luftdruck berechnen zu können. Einen Tag später erhielt ich eine Mail, dass der korrekte Luftdruck für diese Reifen um 0,8 bis 1 Bar unter dem der Winterreifen liegt. Ein toller Service mit erstaunlichem Ergebnis: Tatsächlich zeigte der Bus nun das gewohnte Fahrverhalten.

Das Kochzubehör

Wir kochen draußen mit zwei Kochern der Firma Trangia. Eines dieser Kochsets benutze ich bereits seit mehr als 30 Jahren. Trangia Kocher sind ungemein praktisch: Kocher, Töpfe, Pannen und Teekanne passen ineinander und besitzen ein so ein minimales Packmaß. Zudem sind Trangia-Kocher sehr leicht, da die alle Teile aus Aluminium gefertigt sind.  Der größte Vorteil besteht jedoch darin, dass man unterschiedliche Brennstoffe verwenden kann: In der Standartvariante verwendet man Spiritus, es gibt aber optional Gas- und Benzinbrenner. Egal wo man sich aufhält, einen passenden Brennstoff wird man finden.

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Die Küche

Wie die meisten Campingbusse verfügt auch das Campmobil über eine Küche mit einem zweiflammigen Gasherd. Denn das Gas wird in diesem Fahrzeug, welches über eine Dieselstandheizung verfügt, tatsächlich nur zum Kochen verwendet. Gespeist wird der Kocher von einer kleinen 1,8 KG Gasflasche. Im Unterboden des Fahrzeugs kann eine Ersatzflasche montiert werden. Zwar kann man mit diesen kleinen Flaschen erstaunlich lange kochen, der Tausch der Campingaz-Flaschen ist jedoch sehr teuer.  Mehr als 13,- € kostet ein Kilogramm Gas. Zudem sind die Tauschflaschen nicht in allen Europäischen Ländern erhältlich.

Meist nutzen wir den eingebauten Gasherd nur, um Wasser für einen Kaffee oder für Nudeln aufzukochen. Die Zubereitung von Nahrungsmittel findet meist draußen statt, damit der Geruch eines Fischgerichts uns nicht noch Wochen begleitet.

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Der Wohnraum

Ein Vorteil der Fahrzeuge der Firma Campmobil besteht darin, dass das Fahrzeug in zwei oder sogar drei Bereiche zoniert ist:

  1. Die Dinette, die bei gedrehten Vordersitzen sehr geräumig wirkt, was daran liegt, dass sich dort keine Küche oder seitlichen Schränke befinden.
  2. Die Küche, die ebenfalls viel geräumiger ist als bei T5/T6Campern, welche die klassische Aufteilung mit Seitenküche besitzen.
  3. Das Klappbett im Dach. Vorteil hier: In der Küche ist noch Stehhöhe vorhanden, wenn das Bett heruntergeklappt wurde und die Dinette kann natürlich auch noch genutzt werden.

Theoretisch könnten im Fahrzeug vier Personen reisen und schlafen. Richtig bequem und angenehm ist das Leben im Bus aus unserer Sicht jedoch nur mit maximal zwei Personen.

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Probewohnen

Gereinigt und mit neuen Sommerreifen war das Fahrzeug fit für ein erstes Probewochenende. Ich hatte zwar gleich nach dem Kauf zwei Nächte im Bus verbracht und bei Temperaturen unter 10 Grad die Standheizung testen dürfen, eine Campingtour hatten wir jedoch noch nicht unternommen.

Unser erstes Campingwochenende führte uns nach Sachsen-Anhalt, auf einen Campingplatz in der Nähe der Elbe. Es war traumhaftes Sommerwetter. Wir fuhren über schmale Straßen, schattige Alleen und durch dünn besiedelte Landschaften. Der Möbelbau im Heck des Fahrzeugs erwies sich als grundsolide verarbeitet. Nichts  knarzte oder rappelte. Und wenn doch etwas zu hören war, lag es an schlecht verstautem Gepäck.

Gut funktioniert der Möbelbau: Während der Fahrt ist kein Knarzen zu hören

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